Einzigartiges Pilotprojekt in Deutschland – Solarstromanlage versiegelt Mülldeponie

Das deutschlandweit einzigartige Pilotprojekt zur Versiegelung einer ehemaligen Mülldeponie mit Solarstromanlage wird nach erfolgreicher Erprobung erweitert

Dörentrup 1 und 2 fügen sich in die natürlichen Eigenschaften der Umgebung harmonisch ein

Dörentrup 1 und 2 fügen sich in die natürlichen Eigenschaften der Umgebung harmonisch ein

Cölbe/Dörentrup, 5. Juli 2013

Mit einem feierlichen Festakt ging am 5. Juli die Solarstromanlage Dörentrup 2 offiziell ans Netz. Das erfolgreiche Pilotprojekt zur Versiegelung der ehemaligen Mülldeponie mit einer Solarstromanlage wurde bereits 2011 begonnen. Mit der Anlage Dörentrup 2 sind nun zwei Drittel der ehemaligen Mülldeponie mit der innovativen Konstruktion aus Abdeckung und Solarstromanlage überbaut. 

Einfach in der Umsetzung, sicher in der Abdichtung und wirtschaftlich erfolgreich – das hat Wagner & Co dem Auftraggeber 2011 versprochen, als 21.000 Quadratmeter Deponiefläche mit 17.130 Quadratmetern Modulfläche überbaut wurden. Ein Konzept das hält, was es verspricht! 

2013 wurden nun zwei weitere Hektar Deponiekörper überdacht und sorgen für die Stromlieferung an 750 Haushalte. Optisch passt sich die Anlage den örtlichen Gegebenheiten an. Die Tragkonstruktion ermöglicht Neigungswinkel von 7 bis 15 Grad und kann sich so an das Gefälle des Geländes anpassen.

Die Kosten für die Anlage konnten im Zuge der Weiterentwicklung der Tragkonstruktion und durch gesunkene Modulpreise nochmals um 40 % reduziert werden.

Fazit: Eine rundum stimmige und richtungweisende Lösung, an der inzwischen auch weitere Projektträger interessiert sind.

Sauberer Strom von der Mülldeponie – ein in Deutschland einmaliges Modell

Entwickelt und umgesetzt wurde das Konzept von Wagner & Co Solartechnik aus Cölbe bei Marburg in der Rolle des Generalunternehmers. Betreiber des Solarparks ist das Solarzentrum Extertal GmbH & Co KG. Als Anteilseigner beteiligt sind unter anderem die Stadtwerke der Kommune Lemgo. Diese gehören gleichzeitig dem kommunalen Zweckverband der Abfallbeseitigungs-GmbH Lippe an, der Betreiber der Deponie ist.

Das Konzept besticht durch eine Reihe synergetischer Effekte und pfiffiger Ideen:
Die besondere Konstruktion der Anlage besteht zum einen aus einer Trapezblechverschalung. An den Rändern der Fläche fangen Rinnen mit einem Querschnitt von 50 x 70 cm das abgeleitete Regenwasser auf und führen es einem zentralen Entwässerungspunkt zu. An diese Entwässerungsrinnen wurden gleichzeitig die Generatoranschlusskästen leicht zugänglich angebracht. Diese Bauweise schafft eine wasserführende Ebene und der Deponiekörper muss nicht zusätzlich versiegelt werden. Zudem wird dadurch das Sickerwasser deutlich verringert, das von den Deponiebetreibern aufwändig und kostenintensiv gereinigt werden muss. Die Konstruktion ist in dieser Form einzigartig und wurde extra für das Projekt Dörentrup von Wagner & Co entwickelt.

Die Aufständerung der Solarmodule erfolgte neigungsunabhängig und fundamentlos über eingerammte Sigmaprofile, an die die Stützen der Anlage geschraubt wurden. Durch diese Technik können einerseits leichte Bodenunebenheiten ausgeglichen werden, andererseits ist der spätere Rückbau der Anlage problemlos und sehr kostengünstig. Die Anlagenerweiterung war dadurch einfach zu realisieren.

Auf das Dach aus Trapezblechen wurden Solarstrommodule mit dem Montagesystem TRIC von Wagner & Co Solartechnik installiert.

Im Gegensatz zu Dörentrup 1, wo zwei Betonwechselrichterstationen mit jeweils drei Zentralwechselrichtern zum Einsatz kamen, wurden bei Dörentrup 2 Strang-Wechselrichter eingesetzt. So konnten während der Installationsphase bereits Teilabschnitte in Betrieb genommen werden – ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil für den Anlagenbetreiber.

„Das innovative Konzept unterscheidet sich wesentlich von klassischen Freilandanlagen“, so Projektleiter Henning Schmitt. „Es handelt sich eher um ein Ingenieursbauwerk mit Dachkonstruktion, Wasserführung und Ablaufsystem.“

Eine Herausforderung, die das Projektteam von Wagner & Co mit seinen Projektpartnern hervorragend gemeistert hat.

„Wir stellen uns  gerne den neuen Anforderungen des Marktes, um mit der Erfahrung und dem Know How aus über 30 Jahren Solartechnikentwicklung gemeinsame Lösungen für nachhaltige Energieversorgung zu entwickeln“, so Thomas Schlichting, Vertriebsleiter bei Wagner & Co. „Dörentrup ist in dieser Hinsicht ein wegweisendes Projekt, welches die Innovationskraft des Unternehmens zeigt. Dabei setzen wir verstärkt auf enge regionale Partnerschaften. Wir machen uns und unsere Handwerkspartner fit, um die beste Leistung zum fairen Preis für unsere Auftraggeber schnell zu realisieren.“ Bei Anfragen zu Projekten aller Art steht die Projektabteilung von Wagner & Co Solartechnik GmbH gerne zur Verfügung.

Dörentrup 1 Abb. 1: Die Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Mülldeponie Dörentrup mit Trapezblechen zur Versiegelung und Rinnen zum Ableiten von Niederschlagswasser.

Dörentrup 1 Abb. 1: Die Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Mülldeponie Dörentrup mit Trapezblechen zur Versiegelung und Rinnen zum Ableiten von Niederschlagswasser.

Dörentrup 1 Abb. 2: Aufbau der Anlage: Eingerammte Sigmaprofile mit Mittellastschienen, an die über Knotenbleche horizontal Hochlastschienen verschraubt sind; darauf befinden sich das Dach aus Trapezblechen und das Montagesystem für die Solarstrom-Module.

Dörentrup 1 Abb. 2: Aufbau der Anlage: Eingerammte Sigmaprofile mit Mittellastschienen, an die über Knotenbleche horizontal Hochlastschienen verschraubt sind; darauf befinden sich das Dach aus Trapezblechen und das Montagesystem für die Solarstrom-Module.

Veröffentlichung und Nachdruck honorarfrei;
Quellenangabe: wagner-solar.com oder Wagner Solar, Cölbe
Ein Belegexemplar bitte an:
Wagner Solar GmbH
Industriestraße 10
35091 Cölbe

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