SPD Parteichef Sigmar Gabriel im Gespräch mit Energieexperten von Wagner & Co

Welche energetischen Potentiale stecken in der Solartechnik und wie kann die Politik die Nutzung der Solartechnik weiterhin unterstützen?

Michael Fina, Produktionsleiter Wagner & Co Solartechnik GmbH (rechts) und Andreas Knoch, Geschäftsführer Wagner & Co Solartechnik GmbH (2. von rechts) führen SPD-Parteichef Sigmar Gabriel gemeinsam mit dem SPD- Bundestagsabgeordneten Sören Bartol durch die Sonnenkollektorproduktion in Kirchhain.

Michael Fina, Produktionsleiter Wagner & Co Solartechnik GmbH (rechts) und Andreas Knoch, Geschäftsführer Wagner & Co Solartechnik GmbH (2. von rechts) führen SPD-Parteichef Sigmar Gabriel gemeinsam mit dem SPD- Bundestagsabgeordneten Sören Bartol durch die Sonnenkollektorproduktion in Kirchhain.

Kirchhain, 15. August 2013

Verbraucher und Verbraucherinnen stehen hinter der Energiewende. Das hat eine aktuelle forsa-Studie* im Auftrag des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen ergeben. Für das Gelingen der Energiewende können Solarstrom und  Solarwärme einen entscheidenden Beitrag leisten. Hierzu muss die Energiepolitik in den nächsten Jahren jedoch die richtigen Weichen stellen.

Aus diesem Grund sucht  Sigmar Gabriel, SPD- Parteivorsitzender, den Austausch mit den Energieexperten von Wagner & Co Solartechnik. In einem Fachgespräch am Donnerstag, den 15. August, in der Sonnenkollektorfabrik des Solarpioniers in Kirchhain spricht er, begleitet von Sören Bartol, Bundestagsabgeordneter der SPD für Marburg-Biedenkopf, mit der Geschäftsführung über die aktuelle Branchenentwicklung und über Ansatzpunkte der Politik, die Energiewende mit Hilfe der Solartechnik wieder zu forcieren.

Solarwärme – der schlafende Riese

Der Fokus des Gesprächs liegt auf den beachtlichen energetischen  Potentialen der Solarwärme. Zwei Drittel des häuslichen Energieverbrauchs ist Wärme. Steigende Preise für fossile Energieträger entwickeln sich immer mehr zur Kostenfalle, insbesondere für private Verbraucher. Die Modernisierung des Heizungsbestandes in Kombination mit Solarwärme bietet hier einen effektiven und zukunftsweisenden Schutz vor Energiepreissteigerungen. „Dies hat die Öffentlichkeit bisher kaum realisiert“, so Andreas Knoch, Geschäftsführer von Wagner & Co.“ Durch die Fokussierung auf die Photovoltaik ist die Solarwärme in der öffentlichen Wahrnehmung stark in den Hintergrund getreten. Umso wichtiger, dass hier die Politik aktiv wird.“
Für die Solarwärme sind Aktivitäten notwendig, um die Modernisierungsrate im Heizungskeller von jährlich 3 % auf  6 % zu erhöhen und so den aktuellen Modernisierungsstau aufzulösen“, so die klare Forderung an die künftige Energiepolitik. Sigmar Gabriel unterstützt diese Forderung und bestätigt, dass die Potentiale der Solarwärme noch zu wenig genutzt werden. Im weiteren Gespräch konkretisiert Andreas Knoch seine Vorschläge. „Eine zeitlich begrenzte, haushaltsunabhängige und degressive Erneuerbare Wärmeprämie könnte die Energiewende auch in diesem Bereich endlich einleiten. Flankierend würde die Einführung der steuerlichen Abschreibung für Investitionen in Erneuerbare Wärmeerzeugungsanlagen ein weiteres, wichtiges Signal bei den Verbrauchern und Verbraucherinnen setzen“.

Die Unterstützung der Politik für die Energiewende ist wichtig. Stabile und verlässliche Rahmenbedingungen sind für den Ausbau der erneuerbaren Energien entscheidend. Daher ist neben der Solarwärme auch die weitere Perspektive der Photovoltaik Thema des Gesprächs zwischen Sigmar Gabriel und Wagner & Co.


Solarstrom – vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger

Solarstrom und Windenergie sind die beiden tragenden Säulen der Energiewende im Strombereich. Um die notwendigen energie- und klimapolitischen Ziele für den Umbau der Stromerzeugung zu erreichen, braucht es einen weiteren entschlossenen Ausbau des Solarstromsektors. Die klare Forderung an die Politik: Bis die neuen, alternativen Refinanzierungsmodelle und Rahmenbedingungen für neue Vermarktungsmodelle der Photovoltaik  wirklich greifen, gilt es an den Grundprinzipien des EEGs festzuhalten. „Insbesondere der Einspeisevorrang und die Abnahmegarantie müssen für die Übergangsphase erhalten bleiben“, betont Thomas Payer. Der Geschäftsführer von Wagner & Co und langjährige Solarstromspezialist hat die rasante Entwicklung der Photovoltaik seit Jahren begleitet. Von der ersten Solarstromanlage, die das Unternehmen beim Pfarrer Breidert im Jahr 1988 baute bis hin zu großen Solarparks im Jahr 2013.

„Der Übergang beim Solarstrom vom EEG hin zum Eigenverbrauch hat begonnen, der Weg in die Dezentralität geht weiter“,  so Thomas Payer im Gespräch mit der SPD Parteispitze, „und diesen Trend unterstützen wir, denn es macht ökologisch und ökonomisch Sinn, Strom direkt dort zu produzieren, wo er verbraucht wird.“ Hier müssen durch die Politik Rahmenbedingungen geschaffen werden, die den lokalen Eigenverbrauch und die solare Nahstromvermarktung stärken. Abbau juristischer Hemmnisse sowie Befreiung von Steuern und Abgaben sind dabei wichtige Maßnahmen.
„Unsere Aufgabe ist es dann, innerhalb dieser Rahmenbedingungen Lösungen in Form von Energiekonzepten zu entwickeln, die größtmögliche Energiefreiheit für den Verbraucher bieten und dieser Herausforderung stellen wir uns gerne.“ Bei strahlendem Sonnenschein über Kirchhain resümiert Sigmar Gabriel, dass Wagner & Co die Chancen und Risiken der Solarbranche gut darstellt. Das Unternehmen hat sich mit der Solarwärme und dem Solarstrom breit aufgestellt. Insbesondere den Fokus auf den „schlafenden Riesen“ Solarwärme sieht der SPD-Parteichef als richtige Entscheidung für die Zukunft.

Einen zukunftsweisenden Ansatz präsentiert Wagner & Co Sigmar Gabriel mit seinem Produktkonzept SUNtwin, für das das Unternehmen mit dem Marketing Award 2012 von LG ausgezeichnet wurde.  SUNtwin ist die Kombination einer Solarwärmeanlage und einer Solarstromanlage. Jeweils optimal auf den Bedarf dimensionierte Solaranlagen für Wärme und Strom machen den Eigenheimbesitzer vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger. Kombiniert mit einem Stromspeicher lassen sich so bis zu 70 Prozent des Solarstroms im eigenen Haus nutzen, und zwar wetter- und tageszeitunabhängig. Wird die Solarwärmeanlage noch mit einem Pelletkessel ergänzt, wird das Eigenheim zu 100 Prozent mit nahezu klimaneutraler Wärme versorgt.

„Wir leisten seit mehr als 30 Jahren unseren Beitrag zur Energiewende und bauen darauf, dass auch die Politik weiterhin ihren Beitrag leisten wird“, so Thomas Payer. Jüngst wurde das Unternehmen vom hessischen Umweltministerium als Aushängeschild für energieeffizientes Wirtschaften in Hessen präsentiert. Während der  abschließenden Besichtigung der Sonnenkollektorproduktion konnte sich Sigmar Gabriel ein Bild vom nachhaltigen Wirtschaften des Solarpioniers aus Hessen machen.

 

 

*forsa-Studie 2013: “Zwei Jahre Energiewende: Was sagen die Verbraucher?“ –http://www.vzbv.de/12095.htm

Unternehmensprofil Wagner & Co Solartechnik GmbH

Wagner & Co ist einer der führenden Kollektorhersteller in Europa. Das Unternehmen bietet Systeme im Bereich Solarwärme, Solarstrom und Pelletheizung. Es  wurde 1979 von neun in der Ökologiebewegung der 70er Jahre engagierten Studenten gegründet. Heute hat Wagner & Co mit Firmen- und Produktionssitz in Cölbe und Kirchhain, Hessen, 230 MitarbeiterInnen und ist ein börsenunabhängiges Unternehmen im Eigentum der MitarbeiterInnen mit einem Gesamtjahresumsatz von 110 Millionen Euro. Durch die Tochterfirmen in Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien sowie den USA gibt das Unternehmen seine mehr als 30-jährige Erfahrung sowohl europaweit als auch international weiter.

Stiftung Warentest zeichnete die Produkte von Wagner & Co bereits mehrfach aus, zuletzt im Frühjahr 2009 zum dritten Mal in Folge als Testsieger mit dem Solarpaket COMBI line SH 1440 AR, das auch im ÖKO-TEST-Magazin 10/2010 mit „sehr gut“ bewertet wurde. Im Bereich Solarstrom bietet das Unternehmen hocheffiziente Solarstromsysteme mit sorgfältig aufeinander abgestimmten Komponenten international führender Hersteller. Wagner & Co ist der Solarpionier auf dem Markt der Eneuerbaren Energien.

Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Fachgesprächs mit Sigmar Gabriel, SPD Parteivorsitzender bei Wagner & Co.

Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Fachgesprächs mit Sigmar Gabriel, SPD Parteivorsitzender bei Wagner & Co.

Mehr Energie vom eigenen Dach - das Zunkunftsmodell SUNtwin ist die Kombination einer Solarwärmeanlage mit einer Solartsromanlage und bietet größtmögliche Energiefreiheit.

Mehr Energie vom eigenen Dach - das Zunkunftsmodell SUNtwin ist die Kombination einer Solarwärmeanlage mit einer Solartsromanlage und bietet größtmögliche Energiefreiheit.

Veröffentlichung und Nachdruck honorarfrei;
Quellenangabe: wagner-solar.com oder Wagner Solar, Cölbe
Ein Belegexemplar bitte an:
Wagner Solar GmbH
Industriestraße 10
35091 Cölbe

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