Das Sonnenforum – neues Verwaltungszentrum von Wagner & Co

Der Solarpionier bezog in 2012 sein neues Verwaltungszentrum in Cölbe. Ein weiteres Passiv-Bürogebäude und ein Ausshängeschild für innovative Gebäudetechnik.

Sonnenforum Wagner & Co

Sonnenforum Wagner & Co

Cölbe, 25. März 2013

Nach nur einem jahr Bauzeit,konnte Wagner & Co Ende 2012 sein neues Verwaltungsgebäude beziehen.

Das Sonnenforum ist das zweite Passiv-Bürogebäude von Wagner & Co in Cölbe. Es ist das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs, den das Unternehmen im Jahre 2009 ausschrieb. Das Architekturbüro FHS aus Berlin überzeugte die Jury mit seinem Konzept und schnell war klar, dass der Siegerentwurf auch zur Ausführung kommen sollte. Im Juli 2012 wurde das neue Sonnenforum fertig gestellt und bezogen.

Die Anforderungen an Planung und Bau waren hoch. Das Ergebnis ist ein architektonisch und ästhetisch gelungenes Gebäude, das mit viel Liebe zum Detail ausgeführt wurde. Das Raumkonzept erfüllt mit seiner durchdachten Aufteilung die Anforderungen an eine flexible Nutzung der Räume. Es schafft mit seinem großen Atrium lichtdurchflutete Räume und fördert gleichzeitig die Kommunikation innerhalb des demokratisch geführten Mitarbeiter-Unternehmens. Außerdem erfüllt das Energiekonzept die höchsten Ansprüche an Energieeffizienz und die Nutzung regenerativer Energie. „Mit dem ersten Bürogebäude im Passivhausstandard 1998 in Cölbe und der energieautarken Kollektorfabrik in Kirchhain hat Wagner & Co bereits zwei architektonische und energetische Meilensteine gesetzt.“ so  Klaus Schweitzer, verantwortlicher Projektkoordinator bei Wagner & Co. „So war natürlich für uns auch bei dem neuen Sonnenforum das Energiekonzept von ganz besonderer Bedeutung.“

Das Energiekonzept des Sonnenforums – ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte

Das Gebäude wurde entsprechend dem Passivhausstandard rundum mit einer hocheffizienten Wärmedämmung mit Dämmstärken bis zu 40 cm sowie dreifach verglasten Fenstern versehen und mit einer Lüftungsanlage inklusive Wärmerückgewinnung aus­gestattet. Der Heizwärmebedarf liegt lediglich mit 13 kWh/m²a bei weniger als der Hälfte des heutigen Baustandards (ENEV 2009) – im Vergleich zu älteren Bürogebäuden wird mehr als 90 Prozent an Energie eingespart.

Der extrem minimierte Heizenergiebedarf wird ausschließlich über die Lüftungsanlage eingebracht. Dabei wurde ein innovatives Lüftungs­konzept realisiert, das in einem schlanken System die Raumluft temperiert und gleichzeitig die  Betondecken als Strahlungsflächen thermisch aktiviert. Es dient sowohl der Erwärmung im Heizfall als auch zur Kühlung im Sommer.

Die speziellen Lüftungs­rohre mit optimierter Wärmeübertragung wurden innerhalb der Geschossdecken verlegt und nutzen die Betondecken zur Wärmeübertragung, ohne dass zusätzlich ein Wasser führendes System notwendig ist. Die Frischluft wird mit Grundwasser über einen Wärmetauscher im Winter vorgewärmt und im Sommer gekühlt, ohne Einsatz einer Wärmepumpe.

Dabei wird lediglich so viel Luft eingebracht, wie für eine gute Raumluftqualität benötigt wird, und diese sorgt in der Kombination von Betonkernaktivierung und Zuluft-Temperierung für die Klimatisierung der Räume. Die elektrische Hilfsenergie für die Luftführung überschreitet trotz der Doppelnutzung nicht den Passivhaus-Richtwert für den Strombedarf von Lüftungs­anlagen.

Die Energieversorgung kommt aus einer Energiezentrale im Nachbargebäude, die auch das unternehmensweite IT-Zentrum sowie ein weiteres Bürogebäude versorgt. Dort liefern ein Holzpellet-Heizkessel und eine Solarthermie-Anlage mit ca. 60 m² Solarkollektoren die benötigte Heizwärme.

Die Solarkollektoren liefern dabei nicht nur einen Beitrag zur Wärmeversorgung, sondern über eine Adsorptions-Kältemaschine auch Kühlenergie für das IT-Zentrum und die sommerliche Klimatisierung des Sonnenforums. Auch die Kühlung des IT-Zentrums erfolgt komplett aus erneuerbaren Energien.

Eine PV-Anlage mit einer Leistung von ca. 30 kW auf dem Dach des Sonnenforums liefert einen Beitrag zur Stromversorgung für Haustechnik und Bürogeräte. In der Jahresbilanz deckt das Unternehmen mit mehreren Solarstromanlagen auf seinen Gebäuden in Cölbe und Kirchhain fast 100 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien.

Sonnenforum Artrium

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Quellenangabe: wagner-solar.com oder Wagner Solar, Cölbe
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Wagner Solar GmbH
Industriestraße 10
35091 Cölbe

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